Frohe Botschaft und Werbung

Tim Snell / flickr
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Jede Institution muss sich Fragen der Akquisition von Neukunden, der Kundenbindung und -rückgewinnung stellen.Was für Unternehmen in der freien Wirtschaft gilt, sollte auch Nonprofit-Organisationen, religiöse Gemeinschaften und kirchliche Einrichtungen beschäftigen.

Kirche und Werbung? Das sind doch zwei Welten!

Auf den ersten Blick ja. Das Evangelium und die Botschaft der Nächstenliebe sind natürlich keine Produkte, so wie Autos, Rollschuhe oder eine Maschine zur Metallverarbeitung. Und genausowenig sind Priester Marketingfachkräfte, die Strategien zur Vermarktung ihrer Botschaft aushecken. Dennoch haben Unternehmen und religiöse Institutionen etwas gemeinsam: Beide hängen ab von Bedürfnissen, Nachfrage und der Zufriedenheit ihrer Kunden bzw. Mitglieder. Denn letztendlich sind es die Mitglieder, die Gläubigen, die den Erfolg von Kirche ausmachen. Und diese Menschen gilt es zu erreichen und zu berühren. Das ist nicht durch die Predigt am Sonntag oder durch den gelegentlich im Briefkasten liegenden Gemeindebrief getan.

Um effektiv kommunizieren zu können, muss man glaubwürdig sein

Glaubwürdigkeit setzt vor allem drei Dinge voraus: Ehrlichkeit, Authentizität und in den heutigen Zeiten von Internet und Social Media mehr denn je die Bereitschaft zu offenem Dialog. Das gilt sowohl für Wirtschaftsunternehmen als auch für Organisationen und Glaubensgemeinschaften wie die Kirche.

Das Problem der christlichen Medienarbeit ist meiner Meinung nach weniger eine Frage der Technik oder der Kanäle. Es geht hier vielmehr um die Einbeziehung derjenigen, an die sich die Botschaften der Kirche richten – die Gläubigen in aller Welt. Wichtig ist, dass sich die Kirche klar positioniert und sowohl werteorientiert kommuniziert als auch handelt.

 

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