3 Fragen an … Sabine Klement

– Kunstvermittlerin aus Köln –

 

„Wenn ich Kunstwerke betrachte, diesen reichen Schatz an visuellen Eindrücken hinter denen unzählige Ideen und Gefühle stecken, fühle ich mich glücklich!“

 

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Womit verdienst Du Deine Brötchen?

Mit Kunstvermittlung. Ich bin die Marketing- und Vertriebsabteilung für bildende Künstler, mit denen ich überwiegend feste Kooperationen eingehe. Dadurch entsteht ein vielfältiges Portfolio an Kunstwerken, das auf meiner Homepage immer aktuell online steht. Man kann Kunstwerke mieten, kaufen, abonnieren oder sich zu Auswahl und Präsentation von Kunstwerken beraten lassen. Wenn es gewünscht wird, biete ich ein Dienstleistungpaket mit Auswahl, Rahmung, Transport, Hängung und kann auch noch den Handwerker für die perfekte Beleuchtung vermitteln. Meine Zielgruppe sind vor allem Unternehmen – ich finde, dass Kunst hier besonders wichtige Impulse setzen kann. Aber natürlich freue ich mich auch über private Interessenten. Einnahmen entstehen überwiegend aus Provisionen – das ist also ein hartes Geschäft: keine erfolgreichen Abschlüsse, keine Brötchen – tja.

Warum gerade das? Was treibt Dich dabei an?

Es gibt ein Gedicht des Künstlers Hans Arp, in dem heißt es frei zitiert: „Der schönste Beruf ist der des Sehmannes, eines Mannes, der unsterblich in das Sehen verliebt ist.“ Das bin ich auch! Wenn ich Kunstwerke betrachte, diesen reichen Schatz an visuellen Eindrücken hinter denen unzählige Ideen und Gefühle stecken, fühle ich mich glücklich! Bildende Kunst ist einfach mein Thema und weil ich es so liebe, kann ich es auch gut zu Menschen transportieren, die einen weniger direkten Zugang dazu haben. Das ist eine sehr bereichernde Tätigkeit! Menschen gewinnen durch den Kontakt mit Kunst geistige und emotionale Anstöße. Erfahrungen mit bildender Kunst erlauben uns deswegen auch, Verhaltensvarianten zu erkennen – sie lassen Menschen freier werden! Insofern steckt auch ein bisschen Weltverbesserung darin…

Wie muss gute Unternehmenskommunikation aussehen, um das zu transportieren?

Ich habe den Anspruch, die Bedürfnisse des Kunden wahrzunehmen und ihnen so weit wie möglich gerecht zu werden – mir geht es um Respekt. In der Kunstbranche gibt es Gepflogenheiten, die viele Menschen auf Distanz halten – gar nicht so selten trifft man auf „mehr Schein als Sein“. Das ist nicht mein Ding – mich interessieren Inhalte. Ich finde heraus, was für einen Kunden passend und sinnvoll ist, das realisiere ich dann. Sicherlich mit hoher Aufmerksamkeit für Qualität und Details, aber auch mit Bodenhaftung. Alles andere besorgen tatsächlich die von mir ausgewählten Kunstwerke. Sie haben das Potential, das ich vorhin beschrieben habe. Es ist wunderbar!